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UW-Fotografie

Die UW-Fotografie unterscheidet sich grundsätzlich zur Über-Wasser-Fotografie durch zwei Umstände:
1. Man benötigt ein wasserdichtes und druckfestes Gehäuse und
2. Es gelten unter Wasser andere Regeln wegen des Brechungsindexes und der Lichtabsorption.
Dabei ist die Lichtabsorption mit das größte Problem, da ab einer Tiefe von 5 m bereits der Rotanteil des Lichts fehlt.
Allerdings korrigiert das menschliche Auge dies etwas und es fällt einem nicht so stark auf. Doch bei den fertigen Fotos sieht man dann gleich den deutlichen Blaustich.
Um nun die Farbenpracht der Unterwasserwelt einfangen zu können muß man möglichst nahe an das zu fotografierende Objekt heran und natürlich benötigt man auch einen entsprechenden Blitz bzw. eine Lampe.
Alternativ gibt es noch die Möglichkeit einen Rotfilter zu benutzen. Dieser verstärkt das Rotlicht und macht dadurch die Farben etwas satter (Allerdings nur zu verwenden ohne Blitz!).
Bei der analogen Fotografie gibt es zusätzlich noch spezielle UW-Filme, die eine höhere Empfindlichkeit für das rote Licht besitzen oder man fotografiert nur schwarzweiß.


Wichtige Grundlagen:

1. Gute Tarierung
Durch den Fotoapparat bzw. durch das gewünschete Fotomotiv wird man meist als ungeübter sehr stark abgelenkt.
Wenn dann die Tarierung nicht passt, landet man schnell mal in den Korallen oder, man paddelt mit den Flossen.
Wird dabei Bodengrund bzw. Sand aufgewirbelt, wird die Sicht bzw. das Foto durch Schwebeteilchen erheblich schlechter.

2. Geduld
Man muß viel Geduld mit sich und dem zu fotografierenden Objekt haben, damit man gute Aufnahmen bekommt.
Da kann es schon mal vorkommen, dass man gut und gerne mal 10-20 Min. benötigt, bis man z. B. den gewünschten Fisch so in Pose fotografieren kann wie man möchte.

3. Lichtverhältnisse
Bei rötlichen Motiven muß man nah an das Objekt, sonst bekommt alles einen Blaustich.
Wird noch leicht zur Oberfläche fotografiert, ist das Ergebnisse oft recht gut.

4. Blitz
Bei vielen Schwebeteilchen im Wasser wird der Einsatz von eingebauten Kamerablitzen schwer, da diese sehr stark auf dem Foto zu sehen sind. Der Grund hierfür ist, das diese Schwebeteilchen direkt von vorne angeleuchtet werden und das Blitzlicht direkt in Kamerarichtung reflektieren.
Abhilfe schafft hier entweder ein externen Blitz, der dann schräg von der Seite belichtet, oder man hält den eingebauten Blitz mit einem Finger zu. Da fehlt zwar dann etwas die Farbe im Bild, allerding sind dann keine Schwebeteilchen mehr zu sehen.

5. Makros
Werden Benötigt, um kleine Objekte groß zu fotografieren.

6. Weitwinkel
Benötigt man für das Gegenteil zu Makroaufnahmen. Das heißt, man bekommt viel aufs Bild aus kurzer Distanz.


Digitalfotografie

Im Zuge der fortschreitenden Entwicklung gerade in der Digitalfotografie die auch immer mehr in den UW-Bereich Einzug erhält, wird die UW-Fotografie immer günstiger und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit.
Im Gegenzatz zu den herkömmlichen analogen Fotoaparaten, die das Bild über eine Linsenoptik auf einen chemischen Film aufzeichnen (belichtet), wird bei der Digitalfotografie das Bild nach der Linsenoptik elektronisch durch einen lichtempfindlichen Chip, dem CCD (charge coupled devices), auf einer Speicherkarte gespeichet.
Solche Fotos können sofort überprüft werden, anschließend problemlos mit dem PC bearbeitet werden und nur die gelungenen dann auch ausgedruckt werden, was die Folgekosten extrem minimiert.


Am Anfang
Die Ausrüstung:
Bei der Ausrüstung ist man meist an die gegebenen Umstände gebunden.
Das heißt, wenn bereits eine entsprechende Digitalkamera vorhanden ist, wird nur noch das Gehäuse, evtl. ein Blitz und sonstiges Zubehör benötigt.
Ansonsten ist man ganz frei und muß sich aus einer immer größer werdenden Auswahl entscheiden und sich ein entsprechendes Set zusammenstellen.

Was gibt es?
Bei den ersten Herstellern gibt es mittlerweile günstige Einsteigersets bestehend aus Kamera, Gehäuse, evtl. Blitz usw.
Ansonsten ist das Spektrum sehr groß. Also von der günstigen 1 Megapixel Kamera bis hin zu teuren 8 und mehr Megapixel Kameras.
Dann unterscheidet man noch die klassischen und die Spiegelreflex Kameras, mit welchen man auch etwas bessere Fotos machen kann.
Grundsätzlich gibt es zwei Gehäusevarianten:
1. Die etwas günstigeren Plastikgehäuse die für max. 30-40 m Wassertiefe geeignet sind und von den jeweiligen Kameraherstellern produziert werden.
2. Stabilere bzw. robustere Metallgehäuse (kann auch anderes Material sein) die auch für größere Tiefen geeignet sind. Diese werden von separaten Firmen hergestellt und kosten auch entsprechend viel.

Worauf sollte man achten?
Auflösung: Je größer die Auflösung, desto größer bzw. besser wird die Bildqualität. Der Nachteil von größeren Auflösungen ist allerdings, dass die Kameras und auch die Speicherchips erheblich teurer werden.
Zoom: Wenn man einen Zoom benötigt, dann nur einen optischen.
Außerdem: Man sollte wissen, was man genau machen möchte. Für Schnappschüße genügt eine günstige Digitalkamera mit 1-2 Megapixel Auflösung und dem entsprechendem UW-Gehäuse des Herstellers.
Möchte man allerdings etwas professionellere Aufnahmen machen, sollte der Fotoapparat mind. 4 Megapixel mit optischen Zoom und externen Blitz besitzen.
Hier einige Empfehlung:
ReefMaster DIGITAL DC500-SL150 ca. 580,- Euro (Stand 03/2006)
ReefMaster DIGITAL DC500-SL155 Set mit Blitz ca. 800,- Euro (Stand 03/2006)
DX-750G UW-Gehäuse mit Digitalkamera ca. 500,- Euro (Stand 03/2006)
DX-750G Set inkl. YS-25 Auto Blitz u. SWL ca. 1.200,- Euro (Stand 02/2006)
DX-5000 G Gehäuse inkl. Camera ca. 600,- Euro (Stand 03/2006)

Die ersten Fotos
Am Besten macht man sich Über-Wasser erst einmal mit allen Funktionen der Kamera vertraut.
Dann kann man auch schon seine ersten UW-Fotos in Angriff nehmen. Da ja praktisch keine Folgekosten vorhanden sind kann man einfach drauf los fotografieren und seine ersten Erfahrungen sammeln.
Die ersten Aufnahmen macht man am besten in einem "Auto" Modus. Die Resultate kann man ja gleich UW begutachten. Anschließend einfach etwas mit den Kamera-Einstellungen herumspielen; mal mit Blitz mal ohne usw.
Hat man noch einen externen Sklavenblitz, wird das etwas komplizierter, da man den Blitz erst auf das Objekt ausrichten und zusätzlich noch die Intensität selbst einstellen muß. Für diese Einstellungen gibt es kein Rezept. Man muß einfach probieren und mit etwas Übung bekommt man nach Kurzer Zeit schon gute Ergebnisse.

Wie gehts weiter
Hat man ausreichend herumprobiert und die Bilder werden immer besser, kann man sich an die Bildgestaltung rantasten. Das heißt, dass man zusätzlich sein gewünschtes Objekt von seiner Schokoladenseite fotografiert und richtig in Szene setzt.

Der Blitz
Alles kann der Blitz auch nicht. Denn Unterwasser sind selbst dem stärksten Blitz durch die Physik Grenzen gesetzt. Und zwar kann der Rotanteil des Lichtes nur eine Strecke von max. 3 m zurücklegen, was den Abstand zum gewünschten Objekt auf 1,5m beschränkt.
Es gibt zwei grundsätliche Blitz-Arten. Den Manuellen Blitz und den TTL Blitz. Der TTL Blitz verfügt über eine automatische Lichtdosierung. Beim manuellen Blitz muß der Fotograf die Lichtmenge selbst einstellen.
Die Position des Blitzes zur Kamera muß dem jeweiligen Bildwinkel angepasst sein. Das heißt, bei Makroaufnahmen kann dieser fast direkt neben dem Objektiv platziert werden, bei normalen Brennweiten ca. 30 cm und bei Weitwinkel oder Fisheye 80 cm und mehr entfernt sein.

Nachbearbeitung
Zur Nachbearbeitung am PC gibt es einige gute Grafikprogramme wie z.B. Adobe Photoshop, PhotoOffice, PhotoImpression, PhotoImpact, usw. mit denen man seine Fotos entsprechend bearbeiten kann (Farbe, Kontrast, Schärfe, Helligkeit,...).

Tipps + Tricks
- Belichtungskorrekturtaste benutzen (leicht unterbelichtete Fotos haben meist sattere Farben)
- Mit der Blende bzw. Tiefenschärfe spielen.
- Mit verschiedenen Weißabgleichmodis fotografieren.
- Möglichst nie den Zoom verwenden, da der Lichtweg zum Objekt nicht kürzer wird und die Fotos eigentlich nichts werden.
- Der interne Blitz bringt nur gute Bilder bei Entfernungen von 10 cm - max. 80 cm und relativ klarem Wasser. Ansonsten hat man zu viele Schwebeteilchen im Bild.
- Externe Blitze gehen je nach Stärke bis zu 150 cm.
- Das gewünschte Objekt leicht von unten bzw. in Augenhöhe fotografieren.
- Suche Dir vielleicht einen Tauchpartner der sich für Deine UW-Fotografie interessiert und dich unterstützt, denn zu zweit gelingt vieles besser.
- Und zu guter Letzt: Nicht verzweifeln. Wenn von 100 Fotos 2-5 gut sind, ist das ganz normal! Selbst die Profis können es nicht viel besser!




Meine Ausrüstung:
Aktuell: Sea&Sea DX-1G, Sea&Sea YS25 Blitz
Früher: Canon PowerShot S45, UW-Gehäuse Canon WP-DC300, Sea&Sea YS25 Blitz

 


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